LUNA sports wünscht eine gute verletzungsfrei Saison und bleibt gesund.

Ich liebe High Heels - Mein Hallux Valgus auch

Ana, du arbeitest in deinem Traumberuf als Hair Stylistin in der HAARSTUBE in Baar. Wie man weiss, ist das ein Beruf, in dem man viel stehen muss. Im letzten Jahr konntest du 3 Monate nicht arbeiten, da bei dir der Hallux Valgus operiert werden musste.

Erzähl uns bitte mehr darüber.
Im Vergleich zu manch anderen Frauen (und Männern) ist mein Hallux valgus erblich bedingt. Es ist fast unglaublich, aber bereits bei meinen Baby-Fussabdrücken sieht man die Fehlstellung des linken Grosszehs. Die ersten Schmerzen, an die ich mich erinnere, waren beim Skifahren, so dass ich in keinen Skischuh mit meinem Fuss gepasst habe. Und mit der Pubertät hat sich dann die Veränderung am Zeh immer mehr bemerkbar gemacht.

Ausserdem liebe ich es, hohe Schuhe zu tragen. Als ich dann aber durch die Fehlstellungen immer mehr Schmerzen beim Gehen und Stehen hatte und zu guter Letzt auch die Schuhe immer wieder kaputt gingen, weil der Knochen am Zeh immer ein Loch in den Schuh gepresst hat, habe ich gemerkt, dass ich wahrscheinlich eine OP brauche. Und wie du schon sagst, ich liebe meinen Beruf. Und das war auch sehr wichtig bei der Entscheidung mich operieren zu lassen. Damit ich sehr lange in meinem Beruf weiterarbeiten kann, war es nötig, jetzt die OP durchzuführen. Vor der OP hatte ich ziemlichen Schiss. Dann habe ich aber erkannt, dass eine positive Grundstimmung wichtig ist und habe mich richtig auf die OP gefreut.

Wie hast du die Wochen bzw. Monate nach der Operation erlebt? Ich kann mir vorstellen, dass es dir schwer gefallen ist, in der Bewegung eingeschränkt zu sein.
Oh ja, ich bin ja immer viel unterwegs gewesen und auf einmal konnte ich mich nicht mehr bewegen. Nach der OP wurde mein Fuss in einem Spezialschuh stabilisiert und ich konnte nur mit Krücken gehen. Damit der Fuss richtig zusammenheilt, musste ich ihn 8 Wochen hochlagern. Ausserdem hatte ich in der Anfangszeit extreme Schmerzen und musste Tabletten nehmen. Da ich viel liegen musste, war es notwendig, Blutverdünner zu nehmen. Wichtig war auch, dass ich genug trinke, um ein Anschwellen des Fusses zu verhindern. Es war unmöglich, dass ich stehen konnte.

Ich habe gemerkt, wie abhängig ich war und dass ich auf Hilfe angewiesen bin. Nach 5 Minuten auf den Beinen war ich so geschafft, dass ich mich wieder setzen musste. Damit ich überhaupt duschen konnte, habe ich mir einen Stuhl in die Dusche gestellt. Und um Tee zu trinken, habe ich mir eine Thermoskanne mit Tee gemacht, in meinen Rucksack (ja, ich bin nicht wandern gegangen, sondern war zu Hause) gesteckt und bin dann mit den Krücken wieder zum Sofa zurück. Irgendwie irre, wie man auf seine Füsse angewiesen ist.

Nach 3 Monaten konnte ich dann wieder endlich in meinem Traumberuf arbeiten. Diese 3 Monate waren wirklich sehr wichtig für die Regeneration und dass ich heute keine Schmerzen mehr habe. Im Nachhinein muss ich sagen, es ist wichtig, sich an den Rat der Ärzte zu halten und diesen auch zu befolgen. Dadurch habe ich weniger Komplikationen und Schmerzen gehabt.

Was hast du gemacht, um den Fuss wieder belasten zu können? Musstest du bestimmte Übungen durchführen?
Um wieder auf die Beine zu kommen, hat mir der Arzt eine Physiotherapie verordnet. Es wurden Lymphdrainagen gemacht und Übungen, damit ich den Fuss wieder belasten konnte. Zum Beispiel habe ich an einer Sprossenwand gelernt, wie ich den Fuss leicht belasten kann. Nach den 8 Wochen, wo ich mehrheitlich lag, konnte ich allmählich wieder mit dem Gehen beginnen. Zuerst nur ein paar Minuten, danach immer länger. Geübt habe ich im Garten und habe mir alle paar Meter einen Stuhl hingestellt, damit ich mich hinsetzen konnte, wenn es mir zu viel wurde. Durch das Gehen mit dem Spezialschuh habe ich bemerkt, dass sich meine Körperhaltung total verschoben hat. Schliesslich habe ich wochenlang nur den gesunden Fuss belastet und das gesamte Gewicht lag darauf.

Hat diese Einschränkung bei dir eine Veränderung hervorgerufen? Hast du ein anderes Verhältnis zu deinen Füssen wie davor? Ich kann mir vorstellen, dass es schrecklich sein muss, wenn man für eine gewisse Zeit nur eingeschränkt gewisse Dinge machen kann, z.B. Gehen?
Ich habe während meiner Aus-Zeit viel gelesen. Ausserdem war schönes Wetter und ich konnte die Zeit, natürlich mit Einschränkungen, geniessen. Und: ich musste mich mit mir selbst beschäftigen. Die drei Monate Aus-Zeit haben etwas bei mir bewirkt. Ich bin ruhiger geworden, habe bemerkt, dass es auch schön ist zu Hause zu sein.

Was machst du heute zum Ausgleich des stehenden Berufs? Achtest du mehr auf dein Schuhwerk, was für dich gut ist?
Zum Ausgleich meines stehenden Berufs als Hair Stylistin bewege ich mich gerne und fahre Velo, gehe spazieren und mache Stretching. Ich habe ein Jahr lang nur flache Schuhe getragen, damit die weitere Heilung des Fusses unterstützt wurde. Vor meiner OP habe ich ja fast nur hohe Schuhe getragen. Nach meiner OP habe ich gemerkt, dass ein vernünftiger Umgang mit den Füssen wichtig ist. Aus diesem Grund wechsle ich jetzt zwischen flachen und hohen Schuhen. Heute habe ich keine Schmerzen mehr, ich kann wieder 9 Stunden und mehr auf den Füssen stehen. Ich muss mich aber immer wieder daran erinnern, dass es ein Geschenk ist, schmerzfrei zu leben. Man vergisst nämlich schnell und kommt wieder in den Alltagstrott und nimmt vieles für gegeben.

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Auch habe ich entdeckt, dass es von Luna Sandals super Sandalen gibt, die das Gefühl des Barfusslaufens unterstützen. Die Luna Sandals sind für mich die idealen Schuhe für einen Strandurlaub. Der Fuss ist offen, der Sand fliesst am Fuss entlang. Man kann mit ihnen sogar einfach unter die Dusche springen. Die Lunas sind angenehmer zu tragen als Flip Flops, da man die Zehen nicht einkrampfen muss, um den Flip Flop am Fuss zu behalten. Und ausserdem schauen die LUNAs einfach nur cool aus im Alltag und sind auch noch gesund für die Füsse.

Ana, vielen Dank, dass du uns für das Interview zur Verfügung gestanden bist.

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