Die Geheimnisse des perfekten Läufers

Wir haben einen sehr interessante Sendung auf ARTE gefunden und möchten Euch diese nicht vorenthalten und wünschen viel Spass beim Anschauen.

Laut neueren evolutionsgeschichtlichen Erkenntnissen erwarben die ersten Menschen den aufrechten Gang nicht zum Gehen, sondern zum Laufen: In dem sie ihrer Beute nachjagten, wurden sie zu unübertroffenen Ausdauerläufern. Der Autor des Films unternimmt eine Entdeckungsreise in die Geschichte der menschlichen Evolution.

Filmemacher Niobe Thompson spricht zunächst mit dem "barfüssigen Professor" Daniel Lieberman, der in Harvard lehrt und die Theorie vertritt, der Mensch sei zum Laufen geboren. Lieberman rehabilitierte das Laufen ohne Schuhe, wie es unsere Vorfahren praktizierten. Anhand eines visuell überraschenden Vergleichs des menschlichen Körpers mit dem der ersten Menschen veranschaulicht er die Entstehung des Ausdauerlaufs auf dem afrikanischen Kontinent. Dort traten vor 2,5 Millionen Jahren die ersten Vertreter des zweifüßigen Homo Sapiens auf, deren vertikale Haltung das Überleben ermöglichte. Der Homo Sapiens passte sich den Veränderungen seiner afrikanischen Umwelt an und fand sich in nördlicheren Gefilden ein.

Dann reist Niobe Thompson ins arktische Russland, um die Lebensweise der nomadischen Rentierzüchter zu erforschen. Nomaden sind in ständiger Bewegung: Es sind Cowboys ohne Pferde, die an der Seite ihrer Rentiere durch die Tundra laufen. Was macht diese Schäfer zu so guten Ausdauerläufern? Bevor die Menschen vor etwa 200.000 Jahren anfingen, Jagdwaffen und -werkzeuge herzustellen, hetzten sie die Tiere so lange, bis diese vor Erschöpfung starben. Anhand solcher noch nie gefilmter Treibjagdszenen enthüllt die Dokumentation eine bisher verborgene Seite der menschlichen Evolution.

Paradoxerweise fällt uns das Laufen jedoch heute sehr schwer, obwohl die Menschen natürlicherweise Läufer sind. Auf der einen Seite boomt die Sportschuhindustrie und überschwemmt den Markt mit immer ausgeklügelteren Modellen. Auf der anderen Seite gab es noch nie so viele laufbedingte Verletzungen. Thompsons Erkundungen im Reich der Langstreckenläufer in Afrika ergaben, dass die besten Athleten aus armen ländlichen Gegenden stammen, in denen die Menschen normalerweise barfuss laufen. Neuesten Erkenntnissen zufolge schaden die modernen Sportschuhe dem Körper: Dicke Sohlen, eine zu starke Stossdämpfung und eine übertriebene Fussstützung nehmen dem Läufer seine natürlichen Orientierungspunkte, schwächen den Fuss, erzeugen Fehlhaltungen und führen dadurch zu Verletzungen.

Wenn wir uns im Zuge der Evolution zu den leistungsfähigsten Distanzläufern der Natur entwickelt haben, können wir dann immer noch so schnell laufen wie unsere Vorfahren? Um diese Frage zu beantworten, macht Thompson einen Selbstversuch und wagt sich an einen der härtesten Läufe der Welt heran: den jährlich im August stattfindenden Ultramarathon Canadian Death Race. Das Extremrennen führt auf 125 Kilometern über drei Berggipfel in den Kanadischen Rocky Mountains (Grande Cache, Alberta), wobei die Läufer über 5.500 Höhenmeter überwinden müssen. Thompsons Höllentrip bildet den Höhe- und Schlusspunkt seiner Ermittlungen über die perfekte Art des Laufens.

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